Spielberichte 2. Mannschaft

SC Reichmannsdorf 2 - TSV 2 0:4

Am gestrigen Dienstag musste der TSV nach Reichmannsdorf reisen. Durch das Selbstvertrauen der letzten Woche und vor allem die Möglichkeit die Tabellenführung zu übernehmen, war eigentlich klar, dass es nur einen Sieger geben darf. Dementsprechend startete Schammelsdorf auch äußerst druckvoll, besonders weil der große Platz natürlich genau in die Karten spielte. So dauerte es auch nur sieben Minuten, bis man in Führung gehen konnte. Braun wurde geschickt und legte den Ball vor das Tor, wo Schaible wartete und locker einschieben konnte. Nur zwei Minuten später erhöhte man dann sogar noch. Wieder wurde Braun bedient, setzte sich auf der linken Seite durch und bediente in der Mitte Brunner. Dieser konnte den Ball auf Höhe des Elfmeterpunktes sogar noch annehmen und sich die Ecke zum 2:0 raussuchen. Auch in der Folge spielte nur der TSV und kam zu einigen Chancen. So tankte sich Schaible in der 13. Minute durch, scheiterte aber an Emrich S., in der 22. Minute verfehlte Pitzer den Kasten nur denkbar knapp. Das Potpourri an Chancen krönte dann Krüger in der 37. Minute, als er nach einem Pitzer-Eckball per Kopf auch nur knapp verfehlte. So ging es mit einem für den Gastgeber schmeichelhaften 2:0 in die Pause.

Was auch immer in der Pause besprochen wurde, es zeigte jedoch Wirkung. Denn nach dem Wechsel bekam die Heimmannschaft wesentlich mehr Zugriff auf das Spiel, was jedoch auch daran lag, dass auf Schammelsdorfer Seite einige Ungenauigkeiten ins Spiel einzogen. So hatte dann Reichmannsdorf in der 63. Minute ihre erste (und letztlich auch einzige) Möglichkeit zu einem Ehrentreffer. Zwillich J. drehte sich im Strafraum um seinen Gegenspieler und zog ab. Allerdings scheiterte an einer Fußabwehr des sonst komplett beschäftigungslosen Knoblach. Das hätte durchaus Aufwind geben können, jedoch bestrafte Brunner direkt im Gegenzug eine Unzulänglichkeit der Gastgeber. Vierzig Meter vor dem Tor brauchte ein Heimakteur zu lange, Brunner spritzte dazwischen und ging allein auf Emrich zu. Letztlich ließ er diesem keinerlei Abwehrmöglichkeit und schob überlegt zum entscheidenden 3:0 ein. Danach plätscherte das Spiel nur noch vor sich hin, besonders weil ständige Unterbrechungen aufkamen, da das Spiel immer härter wurde und dadurch keinerlei Spielfluss mehr aufkam. Bis auf einen Pitzer-Freistoß in der 80., den Emrich parieren konnte, passierte bis zur 90. Minute nichts mehr. In der letzten Minute fiel dann aber doch noch ein Treffer. Schaible nutzte einen Abwehrfehler und marschierte in den Strafraum. Gerade als er abschließen wollte, wurde er regelrecht gefällt. Den fälligen Strafstoß schnappte sich Zimmermann M. und verwandelte zum 4:0, obwohl Emrich noch dran war.

So endete das Spiel dann auch und der TSV übernimmt vorerst die Tabellenführung, die man jetzt natürlich nicht mehr abgeben möchte. Die erste Bewährungsprobe, ob man auch die Rolle des Gejagten einnehmen kann, hat man am Samstag, wenn Mühlhausen nach Schammelsdorf kommt.

TSV 2 - SpVgg Ebing 2 2:1

Standards entscheiden Partie

Nach der Gala unter der Woche empfing der TSV am gestrigen Sonntag die im Aufwind befindlichen Gäste aus Ebing. Dass dies ein völlig anderes Spiel als gegen Strullendorf werden würde, sollte eigentlich jedem klar gewesen sein.
Der Gast stand kompakt in der Defensive und wartete auf Ballgewinne, um die pfeilschnellen Spitzen Schultheiß und Tscherner zu bedienen. Und dies wäre in der 10. Minute beinahe auch schon erfolgreich gewesen. Einen gewonnenen Ball spielte Ebing steil in die Spitze, die TSV-Defensive war ungeordnet und plötzlich stürmte Schultheiß allein auf Knoblach zu. Dieser parierte dessen Abschluss jedoch. Allerdings konnte auch Knoblach drei Minuten später nichts mehr ausrichten. Wieder verlor der Gastgeber den Ball im Mittelfeld, wieder war der TSV uneinig und Tscherner ging allein auf das Tor zu. Dieser behielt die Nerven, umspielte Knoblach und schob zum 0:1 ein. Der TSV zeigte sich aber kaum geschockt und hatte bereits in der 16. Minute den Ausgleich auf dem Fuß. Kistner wurde durch die Gasse bedient, legte den Ball an Gonzalez vorbei und hätte nur noch einschieben müssen. Allerdings senste der Torhüter ihn um. Ganz klare Notbremse, die Schiedsrichter Deuerling jedoch nur mit gelb ahndete. Den fälligen Freistoß führte der Gefoulte selbst aus, scheiterte aber an der Latte. Als dann Kauder in der 21. Minute in ähnlicher Position zu Fall gebracht wurde, nahm sich wieder Kistner den Ball. Sein Freistoß wurde von der Mauer abgefälscht und trudelte zum umjubelten Ausgleich ins Gehäuse. In der Folge entwickelte sich ein recht ausgeglichenes Spiel mit leichten Feldvorteilen für die Heimmannschaft, wobei der Gast über seine Spitzen immer gefährlich blieb. So dauerte es bis zur 40. Minute, bis wieder eine Torchance entstand. Sussner bediente Kauder, der in den Strafraum eindrang und zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Krüger zum 2:1.
Nach der Pause hatte der TSV gleich die Möglichkeit, das Ergebnis zu erhöhen, als Düthorn den mitgelaufenen Sussner fand. Dessen Abschluss ging jedoch knapp über den Kasten. Keine fünf Minuten später dann die nächste Möglichkeit. Braun bediente Brunner am Sechzehner, jedoch verfehlte auch er denkbar knapp. Allerdings hätte man sich auch nicht beschweren dürfen, wenn man in der 53. Minute den Ausgeich kassiert. Wieder kam ein langer Ball durch zu Tscherner, doch parierte auch dieses Mal Knoblach. Im direkten Gegenzug schickte Kauder Zimmermann T., jedoch scheiterte auch er an Gonzalez. In der Folge sank das Niveau etwas, dafür wurden die Fouls härter. Torchancen blieben Mangelware, weil kaum noch Spielfluss aufkam. In der 74. Minute scheiterte dann aber Braun aus der zweiten Reihe an einer starken Parade des Gästekeepers. Als man dann eine Viertelstunde später eigentlich mit dem Abpfiff rechnete, versaute man sich den Tag beinahe selbst. Ausgerechnet Kauder spielte im Mittelfeld einen nicht erreichbaren Querpass, Tscherner schnappte sich den Ball und schickte Schultheiß. Dessen Abschluss strich äußerst knapp am langen Eck vorbei.
So endete das Spiel mit einem 2:1-Sieg für den Tabellenzweiten, wobei der Gast aus Ebing durchaus etwas mitnehmen konnte. Aber solche Spiele muss man als Spitzenmannschaft eben auch mal gewinnen! Am morgigen Dienstag wartet dann gleich das nächste schwere Spiel, wenn man nach Reichmannsdorf reist. Hoffentlich dieses Mal ohne schwere Verletzung wie im Hinspiel...

TSV 2 - FC Strullendorf 2 13:1

Schützenfest im Topspiel

Nach der eher überschaubaren Leistung in Oberhaid erwartete der TSV am gestrigen Dienstag den bisher ungeschlagenen Tabellenzweiten FC Strullendorf 2 zum nachgeholten Topspiel. Was letztendlich an diesem Abend passieren würde, konnte aber wahrhaft niemand erwarten.
Eigentlich wollte der TSV zu Beginn erstmal kompakt in der Defensive stehen und auf sich bietende Möglichkeiten warten. Die erste davon führte in der 4. Minute dann schon direkt zur Führung. Pitzer brachte einen Eckball in die Mitte und fand den mutterseelenallein stehenden Krüger, der seinen Sechskantschädel dieses Mal richtig hinhalten konnte und unhaltbar zur umjubelten Führung einköpfte. Nur zwei Minuten später setzte sich Kistner auf der rechten Seite durch und spielte den Ball scharf in die Mitte. Ein Gästeverteidiger konnte nicht richtig klären, was Schaible nutzte und auf 2:0 erhöhte. Direkt nach Wiederanpfiff hatte Schaible dann sogar die Chance, weiter zu erhöhen. Er scheiterte nach Kistner-Pass jedoch im Eins-gegen-Eins an Müller. In der 18. Minute war es dann aber doch wieder so weit. Wieder setzte sich Kistner auf der rechten Seite durch und legte von der Grundlinie zurück auf Sussner, der locker zum 3:0 einschob. Und wieder sollte es einen Doppelschlag geben. Denn wieder nur zwei Minuten später erhöhte der Gastgeber gar auf 4:0. Winkler kam aus 20 Metern zum Abschluss, verfehlte mit seinem Schuss aber klar den Kasten. Jedoch rechnete der Gast offensichtlich nicht mit Schaible, der den verunglückten Abschluss am langen Pfosten noch erreichte und doch noch über die Linie drückte. Aber auch nach dem vierten Treffer schalteten die Schammelsdorfer endlich mal nicht zurück und machten weiter Druck. Allein Schaible scheiterte in der folgenden 15 Minuten zweimal am Gästetorhüter. In der 35. Minute kam dann auch Strullendorf zu ihrer ersten Chance, allerdings unter Mithilfe des heimischen TSV. Eine Fehlpass in der Defensive erlief Ghebremichael, jagte den Ball aber am Kasten vorbei. Drei Minuten später bekam der Gast dann einen Freistoß aus knapp 22 Metern zugesprochen. Niemann lief an und zielte auf das Torwarteck. Eigentlich eine sichere Beute für jeden Torhüter, nur Knoblach konnte sich nicht entscheiden, ob er den Ball mit dem Fuß oder der Hand halten solle, so dass der Ball komplett durchrutschte und es plötzlich nur noch 4:1 stand. Aber dieses Mal ließ sich Schammelsdorf davon überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und spielte den bemitleidenswerten Gast weiter an die Wand. Höhepunkt der 1. Hälfte war dann die 44. Minute, als Schaible hinter der Mittellinie den Ball zugespielt bekam und zu marschieren begann. Kein Strullendorfer war in der Lage, ihn aufzuhalten. Selbst als er sich den Ball eigentlich einen Tick zu weit vorlegte, rutschte der Ball einem Gästeakteur durch die Beine, so dass Schaible allein weiter Richtung Müller stürmen konnte und letztlich sein Riesensolo mit dem 5:1-Halbzeitstand krönte.
Nach der Pause erwartete man ein Aufbäumen des Tabellenzweiten, aber bis auf einen Freistoß von Niemann in der 48. Minute, der das Tor knapp verfehlte, sah man nur weiter den TSV. Nahezu im direkten Gegenzug erhöhte man dann sogar auf 6:1. Kistner spielte einen schönen Doppelpass mit Braun und verwandelte dann sicher allein vor Müller stehend. Nur zwei Minuten später kombinierte sich Sussner mit Schaible durch die FCS-Verteidigung, jagte den Ball aber über das Gehäuse. Im Anschluss daran wechselte der TSV das erste Mal und brachte Zimmermann T. für den dreifachen Torschützen Schaible. Und dessen erster Ballkontakt war dann sofort das 7:1. Pitzer erkämpfte sich den Ball vom letzten Strullendorfer Verteidiger und lief allein auf Müller zu. Statt aber selbst abzuschließen, legte er vollkommen uneigennützig auf den mitgelaufenen Zimmermann T., der nur noch ins leere Tor schieben musste. Und wieder sollte es ein Doppelschlag werden, denn wieder nur zwei Minuten später stand es 8:1. Dieses Mal bediente Kistner Braun, der verwandelte. Wieder nur vier Minuten später dann sogar das 9:1. Und das mit einer überragenden Kombination herausgespielt. Pitzer spielte auf Kauder, dieser direkt in die Gasse auf den gestarteten Braun, der seinen zweiten Treffer erzielte. In der 66. Minute dann sogar das 10:1. Sussner erkämpfte sich den Ball von der Gästeabwehr und zog trocken und unhaltbar ab. Dass an diesem Abend nahezu alles klappte, merkte man dann spätestens wieder vier Minuten später, als Pitzer per Freistoß aus dem Halbfeld gar das 11:1 erzielte, wobei er den Ball auf den zweiten Pfosten schlug und mithilfe des Innenpfostens erfolgreich war. Aber auch danach nahm der TSV kaum Tempo raus, brauchte aber tatsächlich fast 15 Minuten für den nächsten Treffer, wobei dieser eindeutig der Kategorie "Tor des Monats" zuzuschreiben ist. Düthorn setzte sich über die linke Seite durch und zog in die Mitte. Dort bediente er Pitzer, der sich ein Herz nahm, aus 25 Metern abzog und sein Geschoss unhaltbar im Winkel zum 12:1 einschlug. Ein Wahnsinnstreffer! Den Schlusspunkt setzte dann in der 87. Minute wiederum Pitzer, der seine Leistung mit einem lupenreinen Hattrick krönte. Bedient wurde er wiederum von Düthorn, der ihn perfekt in die Gasse bediente.
So endete dieses Spitzenspiel mit einem nie zu erwartenden 13:1-Sieg, der aufgrund eines wirklichen Sahnetag der kompletten TSV-Mannschaft und an eines wohl schlechten Tag des Gastes zustande kam. Ein großes Lob aber auch an die Gäste, die trotz des deutlichen Spielverlaufs niemals unfair agierten, was in dieser Klasse ja wirklich eine Ausnahme darstellt. Viele andere hätten aus Frust das Treten begonnen oder sich gegenseitig zerfleischt, wovon aber keinerlei Spur zu finden war.
Aber auch dieser Kantersieg hilft am Wochenende gar nichts, wenn man nicht mit einer ähnlichen Einstellung in das Heimspiel gegen die im Aufwind befindlichen Ebinger geht.

FC Oberhaid 2 - TSV 2 1:2

Am vergangenen Sonntag reiste der TSV zur Bezirksligareserve nach Oberhaid. Immerhin bisher die einzige Mannschaft, die außer dem Tabellenführer aus Harnsbach, den Schammelsdorfern Punkte abnahm. Dementsprechend gewarnt ging man ins Spiel. Bereits nach fünf Minuten konnte man dann auch schon die Führung erzielen. Sussner setzte sich auf der rechten Seite gegen mehrere Gastgeber durch, scheiterte mit seinem Schuss jedoch noch an Hornung. Der Abpraller landete allerdings bei Zimmermann T., der keinerlei Probleme hatte, den Ball zum 0:1 abzustauben. Statt jetzt aber weiter auf einen weiteren Treffer zu drücken, zog sich der TSV zurück, was zu einer ganz schwachen Partie führte. So dauerte es dann auch bis zur 29. Minute, bis etwas Nennenswertes passierte. Eine an sich harmlose Flanke klärte die TSV-Defensive in die Mitte, wo sich Vogel 30 Meter vor dem Kasten ein Herz nahm und den Ball über den zu weit vor dem Gehäuse befindlichen Knoblach zum Ausgleich in die Maschen bugsierte. Jetzt merkte man wieder eine gewisse Verunsicherung beim Gast, die fast mit dem Rückstand bestraft wurde, als wieder Vogel in der 38. Minute einen Freistoß gefährlich über die Mauer schlenzte, jedoch am gut reagierenden Knoblach scheiterte. In der Pause muss es eine regelrechte Standpauke für die Schammelsdorfer gegeben haben, denn nach Wiederanpfiff zeigte man sofort wieder, dass man spielerisch die klar bessere Mannschaft war. So dauerte es auch in Halbzeit Zwei nur fünf Minuten, bis man wieder in Führung gehen konnte. Düthorn bediente Kauder, dieser legte direkt in die Gasse auf den gestarteten Zimmermann T., der sich nicht zweimal bitten ließ und unhaltbar ins lange Eck zum 1:2 vollendete und damit die beste Kombination des Tages krönte. Dieser "Titel" war aber auch nicht wirklich schwer zu verdienen, denn direkt danach verflachte das Spiel wieder zusehends. Zwar erkämpfte sich Kistner in der 53. Minute den Ball und kam zum Abschluss, allerdings verfehlte sein Fernschuss den Kasten deutlich. In der Folge mutierte das Spiel zu einem regelrechten Geklopfe, das zweier Bezirksligareserven wahrhaft unwürdig war. Außer ein paar Halbchancen konnte sich bis zum Schlusspfiff keine der Mannschaften noch etwas rausspielen, bis der souveräne Schiedsrichter Ellner nach 6-minütiger Nachspielzeit das Trauerspiel endlich beendete.

Für die Schammelsdorfer heißt es jetzt einfach Mund abwischen, die 3 Punkte sind im Sack und volle Konzentration auf das heutige Spitzenspiel, wenn der Tabellenzweite aus Strullendorf nach Schammelsdorf reisen muss. Gegen diesen Gegner wird die Leistung vom Sonntag aber definitiv nicht reichen!

 

TSV 2 - SV Würgau 2 5:3

Auftakt geglückt

Nach langen Monaten des Wartens empfing der TSV am vergangenen Samstag den Tabellennachbarn aus Würgau. Vor dem Spiel trennten gerade mal 3 Punkte die beiden Kontrahenten voneinander, so dass klar war, um wie viel es gehen würde.
Die Heimmannschaft zeigte auch von Beginn an, dass ihr das bewusst ist und legte los wie die Feuerwehr. Bereits nach drei Minuten belohnte man sich mit der Führung. Koschwitz setzte sich auf der rechten Seite durch und spielte scharf in die Mitte, wo Schaible den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Nur wenige Minuten später erhöhte der TSV sogar noch. Nach einem Eckball kam Krüger zum Abschluss, wurde jedoch geblockt. Der Ball landete aber bei Kauder, der zum 2:0 abstaubte. In der Folge hatte der Gastgeber noch die ein oder andere Halbchance, die nichts einbrachten. So dauerte es bis zur 29. Minute, bis wieder etwas Nennenswertes geschah. Kistner flankte in die Mitte zu Krüger, der völlig frei zum Kopfball kam. Statt aber auf das Tor zu köpfen, prallte der Ball von dessen Sechskantschädel in die Mitte zurück. Dort allerdings stand glücklicherweise wieder Kauder, der den Ball dann per Kopf verwertete. Dies sollte dann eigentlich endgültig Ruhe bringen, aber im direkten Gegenzug bekam man dann den ersten Gegentreffer. Raub flankte von der rechten Seite in den Strafraum, traf den Ball aber so seltsam, dass dieser sich hinter Knoblach ins Netz senkte. Sofort merkte man dem TSV wieder die Unruhe an, die ein Gegentreffer verursacht, allerdings konnte Würgau dies bis zur Pause nicht mehr ausnutzen.
Die 2. Hälfte begann wie die 1. auch. Der TSV drückte sofort aufs Gas. Schon in der 46. Minute bediente Düthorn den mitgelaufenen Walter, der aber an Düthorn A. scheiterte. Zwei Minuten später setzte sich Koschwitz gegen mehrere Gegenspieler durch und wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Selbst der Gast wartete nur auf den Pfiff, der aber seltsamerweise ausblieb. Eine Minute später kam es dann aber doch zu einem Strafstoß, als Schaible beim Abschluss einfach umgemäht wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Zimmermann gewohnt souverän zum 4:1. Aber wieder dauerte es nicht lange, bis man wieder einen Gegentreffer bekam. Und wieder komplett aus dem Nichts. Der TSV spielte in der Vorwärtsbewegung einen Katastrophenfehlpass direkt in die Füße von Raub, der sofort erkannte, dass Knoblach zu weit vor dem Kasten steht, und aus 40 Metern einfach abzog und auf 4:2 verkürzte. Schöner Treffer, das muss man neidlos anerkennen! Dieses Mal ließ sich die Heimmannschaft aber nicht lange beirren und spielte weiter nach vorne. DIe nächste Chance gab es aber dennoch erst nach 70 Minuten. Krötsch steckte auf Schaible durch, der aber am Fuß von Düthorn A. scheiterte. In der 74. schickte Kistner wiederum Schaible, der jedoch zu hoch zielte. Nur eine Minute später dann aber doch noch sein zweiter Treffer. Wobei der Treffer zu 90% eigentlich Düthorn zugeschrieben werden müsste. Dieser startete nämlich ein Solo auf der linken Seite durch die komplette Würgauer Hintermannschaft und legte dann uneigennützig auf Schaible zurück, der wieder nur den Ball über die Linie drücken musste. Damit war das Spiel endgültig entschieden. Jedoch sollte es noch einen weiteren kuriosen Treffer zu bestaunen geben. In der 90. Minute kam der Gast eigentlich das erste Mal aus eigener Kraft gefährlich vor den Schammelsdorfer Kasten, als Raub Wudi bediente, dessen Kopfball Knoblach noch an den Pfosten und so zur Ecke lenken konnte. Den folgenden Eckball schlug der Gast auf den ersten Pfosten und Knoblach dann ins eigene Netz zum 5:3-Endstand.
Letztendlich gewann der TSV vollkommen verdient das Verfolgerduell, auch wenn sich nach dem Spiel die Ü30-Fraktion schon fragte, wie man solche drei Gegentore bekommen kann und ob man das schon mal erlebt hatte. Wie dem auch sei, jetzt muss am kommenden Sonntag in Oberhaid nachgelegt werden, gleichzeitig kann man sich dann für den Punktverlust aus dem Hinspiel "rächen".

TSV 2 - SV O-/Unterharnsbach 2 2:5

Revanche missglückt

Zum letzten Heimspiel des Jahres empfing der TSV die Gäste aus Harnsbach zum Topspiel Zweiter gegen Dritter. Die Heimmannschaft sinnte auf Revanche, immerhin kam die bisher einzige Mannschaft, die die Schammelsdorfer schlagen konnte. Dies merkte man auch von Beginn an, denn der TSV übernahm sofort das Spiel. Die erste Möglichkeit hatte in der 5. Minute Braun, jedoch strich sein Kopfball knapp am Pfosten vorbei. Drei Minuten später musste man eigentlich in Führung gehen, als man innerhalb weniger Sekunden drei glasklare Chancen hatte. Zunächst zog Sussner vom Strafraum ab, Lamprecht konnte den Ball nur nach vorne abwehren, jedoch parierte er auch den Nachschuss von Ray, woraufhin dann Schaible auch noch am Keeper scheiterte. In der 11. Minute war es dann aber doch so weit. Ein Schuss von Kemmer wurde durch einen Verteidiger zur Bogenlampe, Schaible reagierte am schnellsten und legte den Ball am herauseilenden Lamprecht vorbei und verwandelte zum 1:0. Wenige Minuten später hatte der Torschütze dann noch eine Chance, um zu erhöhen, jedoch war Lamprecht wieder zur Stelle. Danach waren Möglichkeiten Mangelware, auch wenn der TSV noch immer spielbestimmend war. In der 40. bekam man dann einen Freistoß in aussichtsreicher Position, jedoch scheiterte auch Kemmer am Torhüter. Drei Minuten später bekam dann der Gast aus ähnlicher Position einen Freistoß. Hübner lief an und jagte den Ball unhaltbar über die Mauer in den Winkel zum Ausgleich. Aber Schammelsdorf zeigte sich nicht geschockt und drückte weiter. Kurz vor der Halbzeit klärte ein Gästeakteur im Strafraum mit dem Arm und Schiedsrichter Förtsch gab gemäß der heutigen Auslegung der Handregel richtigerweise Strafstoß. Krüger lief an, scheiterte aber an Lamprecht. Glücklicherweise kam der Abpraller zu Braun, der zum völlig verdienten 2:1-Pausenstand traf.
Nach der Pause änderte sich das Spiel grundlegend. Der Gast reagierte auf die Überlegenheit des Schammelsdorfer Mittelfelds und überbrückte dieses nur noch mit langen Bällen auf ihre beiden schnellen Spitzen. In der 55. Minute kam ein solcher Ball das erste Mal gefährlich auf Rosenberger durch, der ins lange Eck zirkelte, aber an einer grandiosen Parade Knoblachs verzweifelte, der den Ball tatsächlich noch an den Pfosten lenken konnte. Nach einer Stunde das selbe Spiel. Wieder ein langer Ball auf Rosenberger, den Walter aber noch abblocken konnte. Eine Minute später fiel dann aber doch der Ausgleich, auch wenn völlig unnötig. Wieder trat Hübner einen Freistoß, allerdings zu zentral. Knoblach ließ den Ball aber noch vorne prallen und die TSV-Defensive schaute nur dabei zu, wie Rosenberger abstaubte. Nur zwei Minuten später hätte der TSV wieder die Führung übernehmen können. Zimmermann flankte von der rechten Seite und fand in der Mitte Sussner, der den Ball aber über den Kasten drosch. Fünf Minuten später ging dann erstmals der Gast in Führung und sollte sie letztendlich auch nicht mehr abgeben. Wieder ein langer Ball, dieses Mal auf Betz, der Krüger davonlief und ins lange Eck traf. Walter traf ihn bei Abschluss und man meinte, das Bein müsse amputiert werden. Unter Schmerzensschreien musste der Torschütze ausgewechselt werden. Aber nur drei Minuten später konnte er plötzlich wieder eingewechselt werden. Ab diesem Zeitpunkt verbrachte der Goalgetter mehr Zeit auf dem Boden als auf den Füßen. Aber diese wenige "Standzeit" reichte in der 75. Minute, um wieder auf Knoblach zuzugehen. Sussner lief ihm zwar den Ball ab, spitzelte den Ball dabei aber an Knoblach vorbei in den Kasten zum 2:4. Nach einigen weiteren Schauspieleinlagen erzielte Betz in der 84. Minute aus der zweiten Reihe dann noch das 2:5, bevor er eine Minute später mit einem sehr sinnlosen Foul die Ampelkarte kassierte. Die Heimmannschaft konnte von der Überzahl aber nicht mehr profitieren und so endete das Spiel letztendlich auch mit diesem Ergebnis. Aufgrund der 2. Hälfte auch sicher nicht mit dem unverdienten Sieger, jedoch eindeutig zu deutlich. Für Schammelsdorf heißt es jetzt, das Jahr noch erfolgreich zu beenden und nach dem Winter nochmals voll anzugreifen. Noch hat man es selbst in der Hand, wie die Saison endet.

SC Kemmern 2 - TSV 2 1:2

Zum Rückrundenauftakt reiste der TSV nach Kemmern. Das Hinspiel war eine klare Angelegenheit, möglicherweise aus diesem Grund ging der TSV überaus übrheblich in dieses Spiel. Von Minute 1 an zeigte man ein ganz schwaches Spiel und "toppte" damit sogar noch die schwache erste Hälfte der Vorwoche. Keinerlei Laufbereitschaft, kein Zusammenspiel und dadurch auch keinerlei Gefahr. So dauerte es auch 21 Minuten, bis die erste Torchance heraussprang und gleich auch zur Führung genutzt werden konnte. Zimmermann M. kam am rechten Strafraumrand an den Ball und legte in die Mitte. Trotz schwacher Ballannahme blieb Schaible in Ballbesitz und jagte den Ball dann doch unhaltbar zum 1:0 in die Maschen. Das Spiel wurde durch die Führung jedoch nicht besser. Der Gastgeber war nicht in der Lage mehr zu zeigen, der Gast an diesem Tage aber auch nicht. So lief das Spiel weiterhin sehr unansehnlich weiter. Fehlpässe und Stockfehler prägten das Spiel beider Mannschaften und so traf dann Kemmern in der 41. Minute aus dem Nichts zum Ausgleich. Der TSV spielte mal wieder einen katastrophalen Fehlpass in der Vorwärtsbewegung, Eichhorn spielte einen Doppelpass mit einem Mitspieler, ging plötzlich allein auf Knoblach zu und jagte den Ball in den Winkel. Dass er dabei locker zwei Meter im Abseits stand, wollen wir aber nicht verschweigen. Aber es ist eben schwer, so etwas zu erkennen, wenn jeder der wenigen Zuschauer einen größeren Bewegungsradius als der Schiedsrichter hat. So ging es mit 1:1 in die Kabinen und man konnte wenigstens hoffen, dass wenigstens die 2. Hälfte besser wird. In der 55. Minute hatte der TSV dann endlich mal wieder eine Chance, jedoch wurde der Abschluss Suljkanovics auf der Linie geklärt. Nur drei Zeigerumdrehungen später setzte sich Naszkowski auf der rechten Seite durch und bediente in der Mitte Zimmermann M., der sowohl mit seinem ersten Abschluss, als auch mit seinem Nachschuss jeweils an Linster scheiterte. Als Linster in der 58. Minute auch den Freistoß Schaibles aus dem Eck fischte, war die Herrlichkeit auch wieder vorbei. Danach verflachte das Spiel wieder. Schammelsdorf wollte zwar unbedingt die drei Punkte, fand aber keinerlei Mittel mehr, Gefahr auszustrahlen. Der Gastgeber brachte weiterhin keinerlei Torgefahr zu Stande, jedoch hielten sie kämpferisch voll dagegen und unterbanden so das Schammelsdorfer Spiel weiterhin komplett. So dauerte es bis zur letzten Minute, bis der TSV doch den Siegtreffer erzielte. Der eingewechselte Ankenbrand bekam auf der linken Seite den Ball und wurde von den Beinen geholt. Dieses Foul konnte man nicht mal vom Mittelkreis übersehen und der Tabellenzweite bekam den berechtigten Strafstoß. Zimmermann M. zeigte keinerlei Nerven und verwandelte zum 2:1-Endstand. So nahm man zumindest die drei Punkte mit ins Schandloh, jedoch MUSS nächste Woche eine ganz andere Leistung erbracht werden, wenn der Tabellendritte aus Harnsbach, immerhin die einzige Mannschaft, die den TSV bisher besiegte, anreist. Hoffentlich zeigt sich dann, dass die Firsching-Truppe ein gutes Pferd ist und eben immer nur so hoch springt, wie es muss.

SV Pettstadt 2 - TSV 2 1:3

Zum Hinrundenabschluss reiste der TSV nach Pettstadt. Der Gastgeber lief mit einer sehr erfahrenen Mannschaft auf, immerhin war sogar Regionalligaerfahrung auf dem Platz und das merkte man von Beginn an. Die Heimmannschaft stand defensiv komplett stabil und ließ den vermeintlichen Favoriten aus Schammelsdorf überhaupt nicht ins Spiel kommen. So übernahm der SVP immer mehr das Spiel und wurde von Minute zu Minute mutiger. Die erste nennenswerte Möglichkeit hatte dann in der 18. Minute Werner, als er einen Freistoß aus 22 Metern über die Mauer zirkelte, jedoch an Knoblach scheiterte. Drei Minuten später bekam der Gastgeber wieder aus ähnlicher Position zugesprochen, dem sich dieses Mal Baldauf annahm. Der Freistoß an sich war eher schwach in die Mauer, jedoch bekam er den Ball direkt wieder und traf mit seinem Nachschuss den Pfosten. Wieder fünf Minuten später scheiterte wieder Werner per Freistoß an Knoblach. In der 29. Minute ging Pettstadt dann vollkommen verdient in Führung, wenn auch regelwidrig. Düthorn wurde an den Seitenlinie klar gefoult, aber SR Cabrol gab lieber Einwurf für Pettstadt. Statt aber weiterzuspielen, fingen einige Schammelsdorfer lieber eine Diskussion mit Cabrol an, was der Gastgeber sofort ausnutzte. Der Einwurf kam zu Baldauf, dieser schickte direkt Werner und jener ließ Knoblach keine Chance. Glücklicherweise passierte bis zur Pause nichts mehr und man musste sich fragen, ob dort wirklich die beste Offensive UND Defensive der A4 auf dem Platz steht. Aber die Pausenansprache Firschings schien Früchte zu tragen, denn nach dem Wiederanpfiff lief eine einstellungstechnisch komplett andere Schammelsdorfer Mannschaft auf. Vom Anstoß weg berührte der Gastgeber nicht einmal den Ball bis zum Ausgleich in der 47. Minute. Letztendlich wurde Rosenzweig steil geschickt und im Strafraum von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Zimmermann M. gewohnt souverän. Und dieser Treffer gab weiteren Aufschwung. Bereits in der 53. Minute drehte der TSV das Spiel endgültig. Suljkanovic, dessen Wechsel aus der Spitze auf die Außenbahn seinem Spiel ungemein gut tat, bediente den gestarteten Rosenzweig, der allein vor Torhüter Krapp die Nerven behielt und zum umjubelten 2:1 vollendete. In der Folge hatte der TSV noch einige Chancen, um zu erhöhen. Jedoch scheiterten sowohl Zimmermann T. als auch der ehemalige Pettstadter Naszkowski. In der 73. Minute entschied Schammelsdorf dann endlich die Partie. Ein geblockter Schuss landete an der Strafraumgrenze bei Zimmermann T. und dieser setzte den Ball mit Hilfe eines Verteidigers in die Maschen zum 3:1 Endstand. So beendet der TSV die Hinrunde (zumindest bis zur Wertung des Strullendorfspiels) tatsächlich an der Tabellenspitze, auch wenn besonders die gestrige 1. Hälfte keinerlei Anhaltspunkte dafür lieferte. Gut, man hat wieder mal Moral gezeigt und sich selbst aus dem Tief gezogen, aber dennoch wäre es von einer "Spitzenmannschaft" wünschenswert, dass man gute Leistungen mal über ein ganzes Spiel abruft und nicht nur über maximal 45 Minuten. Zum Rückrundenauftakt nächste Woche kann man das in Kemmern gerne mal unter Beweis stellen, bevor dann Harnsbach zur Revanche ins Schandloh kommen wird.

TSV 2 - DJK Tütschengereuth 2 6:1

Wechsel bringen Aufschwung

Zum letzten Heimspiel der Hinrunde empfing der TSV die Staabeißer aus Tütschengereuth. Von der Tabelle her eine klare Angelegenheit und dementsprechend begann das Spiel auch. Bereits nach fünf Minuten ging der Gastgeber in Führung. Eine Winkler-Flanke landete in der Mitte bei Brunner, der einen Tick schneller als Torhüter Endres am Ball war und so zum 1:0 einschieben konnte. Dieser frühe Treffer tat dem Spiel aber überhaupt nicht gut, denn plötzlich hörte der TSV einfach auf, Fußball zu spielen. So kam der Gast zu mehr Ballbesitz, den sie meist mit langen Bällen gegen die tiefstehende Sonne auf Ries schlugen. So kam genau jener Spieler in der 23. Minute auch zum ersten Torschuss, den Knoblach aber parieren konnte. In der 30. Minute ließ der TSV nochmals kurz das Potential aufblitzen, als Düthorn nach einer schönen Kombination mit Brunner allein vor Endres auftauchte, diesen aber regelrecht abschoss. So kam es, wie es kommen musste, aus dem Nichts glich die DJK aus. In der 44. Minute ging ein Freistoß aus dem Halbfeld durch Freund und Feind und landete am zweiten Pfosten bei Popp T., der den Ball über die Linie drückte.
Nach dem Wechsel wurde es zunächst nicht besser, jedoch hatte Sussner in der 53. Minute die Riesenmöglichkeit auf den Führungstreffer, jagte den allerdings über den Kasten. So wechselte Trainer Firsching in der 56. MInute gleich doppelt und brachte zwei neue Offensivkräfte. Und nur vier Minuten später klingelte es wieder im Kasten. Wieder brachte Winkler eine Flanke von der linken Seite in die Mitte. Schaible verpasste den Ball knapp, jedoch spritzte am zweiten Pfosten der ebenfalls gerade erst eingewechselte Suljkanovic in den Ball und köpfte zur umjubelten Führung ein. In der Folge wurde das TSV-Spiel dann auch wieder ansehnlicher, bis zum nächsten Treffer dauerte es aber dennoch bis zur 75. Minute, als Suljkanovic ein Solo über den halben Platz startete und im perfekten Moment auf Zimmermann T. durchsteckte, der Endres keine Chance ließ. Nur zwei Minuten später erhöhte Schammelsdorf weiter. Sussner legte den Bal an Keeper Endres vorbei und wurde spektakulär von diesem zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß jagte Zimmermann M. in den Winkel zum 4:1. In der 83. Minute fiel dann das schönste Tor des Tages. Suljkanovic brachte einen Eckball an die Strafraumgrenze, Schaible nahm den Ball volley und schlug unhaltbar unter der Latte ein. Den Schlusspunkt setzte dann in der 89. Minute Krüger, als er eine Düthorn-Hereingabe über die Linie drückte.
So endete das Spiel letztendlich deutlich 6:1, die ganz schwache 1. Hälfte darf aber dennoch nicht vergessen werden. Am kommenden Wochenende reist man dann zum letzten Hinrundenspiel nach Pettstadt, wo eine solche Halbzeit eher bestraft wird.

SpVgg Rattelsdorf 2 - TSV 2 0:6

Am gestrigen Sonntag reiste der TSV zu "La Familia" nach Rattelsdorf. Vor ein paar Jahren stellte das eine wahre Herausforderung dar, dem war gestern aber nicht so. Trotz einiger fehlender Stammspieler übernahm der TSV sofort das Kommando. Bereits in der 3. Minute hatte man die erste Möglichkeit, als Suljkanovic steil geschickt wurde. Dieser legte den Ball am Torhüter vorbei und wurde dann von Süppel von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Krüger sicher zum 1:0. Dieser Treffer stellte sich aber als nicht hilfreich heraus, denn in der Folge verlor der TSV komplett den Faden und die Heimmannschaft kam zu etwas mehr Ballbesitz. Gefahr ausstrahlen konnte die SpVgg aber zu keiner Zeit, lediglich ein Fernschuss von Kensche kam überhaupt auf den Kasten, stellte Knoblach aber vor keinerlei Probleme. Auf der anderen Seite war die Offensive aber keinen Deut besser, so dass bis zur 40. Minute überhaupt nichts geschah. Dann scheiterte Suljkanovic an Süppel. Kurz vor der Pause erhöhte der TSV dann aber doch. Ein Eckball von Naszkowski rutschte zu Suljkanovic durch, dieser nahm den Ball direkt und versenkte ihn zur 2:0-Führung im langen Eck. Nach der Pause dauerte es dann wieder nur drei Minuten, bis der TSV zur ersten Möglichkeit kam. Suljkanovic steckte auf Rosenzweig durch, jedoch scheiterte dieser an Süppel. In der 51. brachte Winkler dann einen zweiten Ball wieder in die Mitte und fand den Kopf von Sauer, der unhaltbar an den Innenpfosten und von dort ins Netz traf. In der Folge vergab der TSV wieder einige Möglichkeiten, bis in der 69. Minute Ray eine Hereingabe eher unfreiwillig mit der Hacke zu Schaible brachte, der durch vier Gegner ins Netz traf. Nach weiteren vergebenen Chancen kam dann in der 80. Minute Zimmermann T. im Strafraum an den Ball und wurde gelegt. Da es ihm offensichtlich zu lange dauerte, bis Krüger seinen maladen Körper nach vorne bewegte, schnappte er sich den Ball einfach selbst und verwandelte genau so souverän wie Krüger in Halbzeit eins. Den Schlusspunkt unter dieses einseitige Spiel setzte in der 85. Minute Ray, der mustergültig von Sauer bedient wurde. Dieses Spiel zeigte sowohl eine Schwäche des TSV, nämlich die Chancenverwertung, gleichzeitig aber auch eine große Stärke, da die sechs Treffer von sechs unterschiedlichen Spielern erzielt wurden. Trotzdem wird wieder eine Leistungssteigerung nötig sein, wenn kommenden Sonntag die Staabeißer ins Schandloh kommen.

SV Zapfendorf 2 - TSV 2 2:4

Am gestrigen Sonntag reiste der TSV zur bisher zweitbesten Defensive der A4 nach Zapfendorf. Etwas verspätet ging es dann auch los, nachdem Schiedsrichter Özün seine vergessenen Schuhe gebracht bekam, und man merkte recht schnell, dass die beiden Defensivreihen mit den wenigsten Gegentoren gegeneinander spielten. Beide standen äußerst sicher, so dass es zu keinerlei Möglichkeiten kam. Lediglich ein Kopfball von Brunner nach einer Sauer-Ecke nach sechs Minuten kam halbwegs Richtung Tor. In der 21. Minute nahm sich Düthorn dann ein Herz und marschierte von der Mittellinie aus die komplette rechte Seite entlang, überlief dabei alle Gegner und drang in den Strafraum ein. Auf Höhe des Fünfmeterraumes legte er dann perfekt zurück und Zimmermann T. musste nur noch zur Führung einschieben. In der Folge neutralisierten sich beide Mannschaften wieder größtenteils oder wurden von den teils hanebüchenen Pfiffen des Schiedsrichters gestoppt. Ein solcher erfolgte dann auch in der 39. Minute, als Winkler seinem Gegenspieler den Ball ablief und Özün plötzlich Strafstoß gab. Zum Einen war es niemals ein Foul, und wäre es eines gewesen, dann locker 20 Meter vor dem Tor... Fogarasi ließ sich aber nicht zweimal bitten und verwandelte den Elfmeter zum Ausgleich. Zu allem Überfluss bekam Winkler auch noch die gelbe Karte gezeigt, was später noch von Belang sein wird. Nach der Pause änderte sich zunächst wenig am Spielgeschehen, Chancen blieben Mangelware. In der 49. Minute jedoch erzielte der TSV das vermeintliche 2:1. Sauer fing einen Befreiungsschlag ab und legte den Ball direkt in den Lauf des gerade eingewechselten Schirner, der eiskalt verwandelte. Im Jubel des Gastes entschied Özün plötzlich auf Abseits, was ebenfalls sehr zweifelhaft war. Danach wurden die Pfiffe immer lustiger, nahezu jede Entscheidung war falsch. Und das in beide Richtungen, selbst nach klarsten Schammelsdorfer Fouls, bekam der TSV den Freistoß zugesprochen. Genau so andersrum. So wurde das Spiel immer unruhiger und die Eskalation war zu erwarten. Diese kam dann in der 73. Minute, als Winkler vor der Zapfendorfer Bank gegen seinen Gegenspieler nachtrat. Für diese Aktion war er mit der Ampelkarte sogar gut bedient. Diese Überzahl wollte der Gastgeber dann nutzen und gab die defensive Grundeinstellung auf. Und wurde prompt dafür bestraft. In der 75. Minute, also nur zwei Minuten nach dem Platzverweis, nutzte Brunner den Platz und legte im Strafraum auf den eingewechselten Krötsch, der einen Tick eher am Ball war als Torhüter Bauer und so zur Führung traf. Jetzt drückte Zapfendorf noch mehr und hatte in der 79. Minute die Riesenchance zum Ausgleich, als mehrere Spieler im Strafraum ihr Glück versuchten, aber immer wieder an einem Schammelsdorfer Bein scheiterten, bis der Ball zur Ecke geklärt werden konnte. Diesen Eckball fing der TSV ab, der Ball kam zu Brunner und dieser schickte den gestarteten Zimmermann T. steil. Dieser zeigte vor Bauer keinerlei Nerven, überlupfte diesen und vollendete dann ins leere Tor zum 3:1. Als dann in der 86. Minute Zimmermann M. mit seinem leicht abgefälschten Abschluss (wie man da ein Eigentor gesehen haben will, weiß wohl auch nur der Schiedsrichter) das 4:1 erzielte, war das Spiel entschieden. Dass Böhm in der 89. Minute mit einem schönen Freistoß das 2:4 erzielen konnte, war dann nur noch Ergebniskosmetik. So gewann der TSV dieses wichtige Spiel aufgrund einer mannschaftlichen Glanzleistung, als sich nach dem Platzverweis endlich Raum ergab, und geht mit Selbstvertrauen in das Spitzenspiel am Mittwoch gegen Strullendorf. Durch die vier Treffer gestern spielt man dann wieder gegen die Mannschaft mit den zweitwenigsten Gegentoren und wird ein ähnlich hartes Stück Arbeit vor sich haben, nur dieses Mal wohl mit einem Schiedsrichter, der des Spieles angemessen ist...

TSV 2 - SpVgg Lauter 2 7:1

Stau, Chancenwucher und anderer Wahnsinn

Zum gestrigen Heimspiel empfing der TSV die "Zwodde" aus Lauter. Die Vorzeichen waren klar und alles war angerichtet für einen schönen Fußballnachmittag. Beide Mannschaften machten sich schon warm, als plötzlich das Telefon des Sportheims klingelte und der ursprünglich eingeteilte Schiedsrichter mitteilte, dass er seit zwei Stunden in einer Vollsperrung steht und es wohl nicht rechtzeitig schaffen wird. Zehn Minuten später bestätigte er seinen Verdacht und teilte mit, dass er seitdem keinen Millimeter weiterkam. Netterweise teilte er aber noch die Telefonnummer von Einteiler Daniel Möller mit, den er aber nicht erreichte. Also versuchte Interimscoach Schulz sein Glück und erwischte diesen auch. Große Hoffnung einen Ersatz zu finden hatte er zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht. Also suchte man händeringend auf dem Gelände eine geeignete Person und wurde sogar fündig. Letztendlich aber umsonst, da Herr Möller aufgrund einer Spielabsage in der B2 Herrn Wagner aus dem Hut zauberte, der sich auf den Weg ins Schandloh machte. An dieser Stelle ein Riesenlob an den Einteiler und natürlich ein großer Dank an Herrn Wagner, dass er seinen freien Nachmittag opferte!
So begann das Spiel mit 45 Minuten Verspätung, aber es konnte durchgeführt werden. Und es startete auch wie erwartet. Der Favorit aus Schammelsdorf übernahm sofort das Kommando und hatte bereits in der 2. Minute die erste Chance, als Kistner Schaible schickte, der jedoch an Torhüter Schmidt scheiterte. Sechs Minuten später machte er es dann besser, als er eine Winkler-Hereingabe unhaltbar versenkte. In der 11. erhöhte der TSV gleich, als Schaible auf der linken Seite Naszkowski bediente, der punktgenau auf den Kopf von Brunner flankte, der überlegt zum 2:0 einnickte. In der Folge blieb der Gastgeber tonangebend, hatte die nächste Möglichkeit aber erst in der 24. Minute, die auch direkt genutzt wurde. Brunner bediente Suljkanovic, der einschob. Der TSV zeigte also endlich mal Effizienz, jedoch änderte sich das nach dem Treffer schlagartig, denn wieder wurden selbst klarste Möglichkeiten teils kläglich vergeben. So ging es "nur" mit einem 3:0 in die Kabinen. Nach dem Wechsel schlief der TSV noch und Heppel erzielte in der 46. das 3:1, als er aus 18 Metern unhaltbar in den Winkel traf. Dass dem Treffer ein klares Foulspiel an Brunner voranging, hinterließ nur kurz einen faden Beigschmack. Denn bereits nahezu im direkten Gegenzug spielte Düthorn einen Doppelpass mit Naszkowski und krönte seinen Angriff mit dem 4:1. In der 52. Minute musste Schaible erhöhen, scheiterte aber an Schmidt. Eine Minute später das gleiche Bild. Wieder Schaible vor Schmidt, wieder kein Treffer, jedoch kam der Ball zu Ray, der den Ball über die Linie drückte. Wieder nach ein paar vergebenen 100%igen war es dann in der 70. wieder Suljkanovic, der auf 6:1 erhöhte. In der Folge wurden dann wieder zahlreiche Hochkaräter vergeben, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln konnte. Den Schlusspunkt unter diese einseitige Partie setzte dann in der 80. wieder Schaible, der die an diesem Tage schwerste Aufgabe erfüllte. Eine Hereingabe von Düthorn verlängerte er mit der Hacke ins lange Eck zum 7:1-Endstand.
In den nächsten Spielen muss die Chancenverwertung wesentlich besser werden, wenn man zunächst nach Zapfendorf reist, bevor nächsten Mittwoch der ungeschlagene FC Strullendorf 2 zu Gast ist. Diese Mannschaften werden sicherlich nicht solch eine Vielzahl an Hochkarätern zulassen! Für den gestrigen Tag hat es trotzdem locker gereicht, also Mund abputzen und volle Konzentration auf die kommenden Aufgaben!

SpVgg Mühlhausen 2 - TSV 2 1:6

Zum gestrigen Auswärtsspiel reiste der TSV nach Mühlhausen in den Landkreis Erlangen-Höchstadt. Betrachtete man die bisherigen Ergebnisse konnte man einen starken Gegner erwarten. Dies sollte allerdings nicht der Fall sein. Von Beginn an spielte nur der TSV und konnte bereits nach drei Minuten in Führung gehen. Ein zu kurz geklärter Ball landete 20 Meter vor dem Gehäuse direkt bei Brunner, der überlegt ins lange Eck abschloss. In der fünften Minute hatte dann der Gastgeber seinen einzigen Torschuss im kompletten Spiel, als Dürst einen Freistoß trat, den Knoblach eher "unkonventionell" abwehrte. Nach 15 Minuten erhöhte der Gast dann. Rosenzweig spielte einen Doppelpass mit Zimmermann T. und jagte den Ball dann aus recht spitzem Winkel ins lange Eck. Sehr unhatbar sah der Abschluss allerdings nicht aus. Ab diesem Zeitpunkt begann der TSV wieder inflationär mit den gegebenen Chancen umzugehen. So jagte Schaible den Ball in der 17. Minute unbedrängt über das Tor, Kistner eine Minute später direkt auf Bergmann, Walter in der 27. wieder drüber und zu guter Letzt krönte Schaible leider eine klasse Kombination zwischen Brunner, Ray C. und ihm nicht. In der 32. Minute kam der Gastgeber dann zum Anschlusstreffer, ohne allzu viel damit zu tun zu haben. Ein harmloser Eckball auf den ersten Pfosten zappelte plötzlich im Netz. Was war passiert? Knoblach stieß einen Gegenspieler so unglücklich auf Krüger, dass dieser den Ball ins eigene Tor bugsierte. Diesen "Fehler" machte er aber dann in der 40. wieder gut, als er einen überragenden langen Ball auf Brunner spielte, der überlegt zum 3:1 verwandelte. Nach dem Wechsel dauerte es nur wenige Sekunden, bis Zimmermann T. auf 4:1 erhöhte, als er von Ray C. geschickt wurde.Nach einigen vergebenen Möglichkeiten nahm sich Suljkanovic in der 51. ein Herz, marschierte durch die komplette Mühlhausener Defensive und vollendete zum 5:1. Nur drei Minuten später fiel dann gar das 6:1, als Suljkanovic einen Eckball aufs Tor drehte und Keeper Bergmann den Ball ins Netz klatschte. Die folgende halbe Stunde war dann eine einzige Katastrophe in Sachen Chancenverwertung. Selbst klarste Dinger wurden vergeben. Und wenn der Ball doch mal im Netz zappelte, wurde - meist zurecht - auf Abseits entschieden. So endete dieses äußerst einseitige Spiel nur 6:1, was aber nicht ins Gewicht fällt, wenn in den engeren Spielen effektiver abgeschlossen wird. Jetzt kommt am kommenden Sonntag erstmal die gerade erstmals siegreiche SpVgg Lauter, die dadurch möglicherweise selbstbewusst anreist, bevor in der Folgewoche der letztjährige Tabellenzweite aus Zapfendorf wartet. Und darauf folgt dann das (hoffentlich) Topspiel gegen den Tabellenführer aus Strullendorf.

SpVgg Ebing 2 - TSV 2 0:4

Am gestrigen Sonntag reiste der TSV zu einer anderen BZL-Reserve nach Ebing. Die meisten Schammelsdorfer hatten das letztjährige Rückspiel noch im Kopf, als man lediglich 4:4 spielte. Dementsprechend gewarnt sollte man sein. Die Heimmannschaft schien jedoch etwas anders aufgestellt zu sein und so übernahm der TSV von Beginn an das Kommando. Bereits in der 5. Minute ging man dann auch in Führung. Winkler spielte einen Doppelpass mit Schaible und schlenzte den Ball aus 20 Metern unter die Latte. Fünf Minuten später setzte sich Rosenzweig über die linke Seite durch und flankte an den zweiten Pfosten. Kistner verpasste den Ball jedoch knapp. In der Folge hatte der Gast dann gefühlt 90% Ballbesitz, blieb aber in der vielbeinigen Heimdefensive das ein oder andere Mal hängen. Lediglich über Fernschüsse kam man zu Abschlüssen. So scheiterten in der 23. zunächst Düthorn, in der 24. dann Schaible jeweils an Keeper Wagner. Am nähesten am zweiten Treffer war dann in der 25. wieder Düthorn. Sein Abschluss wurde abgefälscht und senkte sich hinter dem machtlosen Wagner Richtung Tor, jedoch konnte Tempel den Ball über die Latte klären. Als dann in der 37. Kistner nur die Latte touchierte, machte sich schon ein wenig Verzweiflung breit. Auch nach der Pause vergab man zahlreiche Möglichkeiten, die größte in der 49., als Schaible Rosenzweigs Querpass knapp verpasste. In der 57. Minute war es dann aber doch endlich so weit. Der eingewechselte Zimmermann T. scheiterte noch an Wagner, jedoch kam der Abpraller direkt zu Schaible, der zum 2:0 vollendete. Nur wenige Zeigerumdrehungen später erhöhte Naszkowski gar auf 3:0, als er humorlos mit links ins lange Eck traf. Jetzt war der Drops endgültig gelutscht. Vom Gastgeber kam aber auch keinerlei Aufbäumen, so dass Kistner in der 68. Minute unbedrängt auf Schaible durchstecken konnte, der Wagner noch umkurvte und seinen zweiten Treffer des Tages erzielte. Die hätte aber nicht der letzte sein dürfen, denn in der 77. bediente ihn Düthorn perfekt, jedoch scheiterte er am schon liegenden Wagner. Aber auch Pech sollte man noch haben, als Düthorn mit seinem wuchtigen Abschluss nur den Innenpfosten traf. So endete das Spiel leistungsgerecht deutlich, allerdings hatte man durchaus noch Luft nach oben, was an diesem Tage aber nicht notwendig war. Aber es werden auch wieder gefährlichere Gegner kommen. Und dort werden solche Leistungen nicht ausreichen.

TSV 2 - FC Oberhaid 2 3:3

Zehn Minuten Tiefschlaf kosten zwei Punkte

Zum zweiten Heimspiel der englischen Woche empfing der TSV den Gast aus Oberhaid. Die Tabellenkonstellation versprach ein Spitzenspiel und vollends enttäuscht wurde man auch nicht. Die Heimmannschaft übernahm von Beginn an das Kommando und baute aus einer sicheren Defensive auf. Auch der Gast stand hinten recht sicher. Nach sieben Minuten fand Brunner dann eine Lücke in der FCO-Defensive und schickte Schaible auf die Reise. Allein vor Hornung versagten ihm aber die Nerven und sein Abschluss ging genau in dessen Arme. Bis zur Trinkpause neutralisierten sich dann beide Mannschaften wieder. Nach dem Wiederanpfiff ging es dann aber ganz schnell. Ein Oberhaider Eckball konnte nicht geklärt werden und Stark traf zum 0:1 in die Maschen. Nur zwei Minuten später erhöhte Simon per Kopf nach einem Vogel-Freistoß, allerdings unter tatkräftiger Hilfe in Form von Tiefschlaf der TSV-Defensive. Immerhin startete aber Simon lautstark ab der Mittellinie, jedoch fühlte sich niemand dafür verantwortlich, mitzugehen oder gar beim Kopfball zu stören. Als dann Wegel in der 35. Minute mit seinem eigentlich harmlosen Freistoß auf 0:3 erhöhte, schien das Spiel gelaufen. Besonders nachdem in der 37. Minute Schaible nach Rosenzweig-Solo wieder an Hornung scheiterte.
Die Halbzeitansprache schien aber zu fruchten, denn bereits in der 48. Minute konnte Kistner verkürzen. Zuvor eroberte Düthorn den Ball, spielte zu Zimmermann M., der dann auf den Torschützen durchsteckte. In der 52. versuchte Rosenzweig dann sein Glück aus der zweiten Reihe, scheiterte aber am Querbalken. Doch drei Minuten später erzielte der TSV dann den Anschluss. Zimmermann M. lupfte schön über die Abwehrreihe und Suljkanovic spitzelte den Ball zum 2:3 ins Netz. Der Gast wurde jetzt sichtlich nervös und beschäftigte sich inzwischen mehr miteinander statt dem Spiel. Der TSV drängte auf den Ausgleich und wurde in der 64. Minute fast bestraft. Wieder schlug Vogel einen Freistoß in den Strafraum, jedoch köpfte Wegel knapp über das Gehäuse. In der 70. Minute fiel dann endlich der verdiente Ausgleich. Schaible steckte auf Kistner durch, der den Ball humorlos unter die Latte jagte. Jetzt wollte man natürlich das Spiel komplett drehen. Bereits in der 73. Minute hatte Zimmermann M. dazu auch die Gelegenheit, als Kistner einen Freistoß schnell ausführte. Aber Zimmermanns Lupfer verfehlte das Ziel knapp. Die letzte Möglichkeit zum Siegtreffer hatte dann in der 81. Minute Schaible, als er auf der linken Strafraummseite frei an den Ball kam, diesen jedoch über das Tor hämmerte.
So endete das Spiel 3:3, weil man einfach mit zehn Minuten Tiefschlaf beinahe alles zunichte machte. Hervorzuheben ist natürlich die Moral und der Charakter der Mannschaft nach einem 0:3 nochmal so zurückzukommen und sich nicht wie in Harnsbach komplett zu ergeben. Aber diese Tiefschlafphasen müssen dringend abgestellt werden, achzig gute Minuten reichen selbst dem fränkischen Vorzeigeclub nicht immer zum Sieg, also auch dem TSV nicht...

TSV 2 - SC Reichmannsdorf 2 3:0

Für Felix

Zum ersten Heimspiel der englischen Woche empfing der TSV den Gast aus Reichmannsdorf. Die Rollen waren klar verteilt und so begann das Spiel auch erwartungsgemäß mit klarer Überlegenheit der Gastgeber. Bereits nach drei Minuten schickte Ohland Suljkanovic steil. Dieser scheiterte aber noch an Emrich. Zwei Minuten später machte man es dann aber besser. Zimmermann T. bediente wiederum Suljkanovic. Seinen ersten Abschluss konnte Emrich noch parieren, jedoch kam der Ball wieder zum Angreifer und er schob den Ball zum 1:0 ins leere Tor. In der 10. Minute legte dann Sussner auf Zimmermann T. ab, jedoch ging auch dessen Abschluss nicht über die Linie. In der 14. Minute fiel dann aber doch das 2:0. Einen Düthorn-Schuss parierte Emrich noch, jedoch direkt vor die Füße von Naszkowski, der zum 2:0 verwandelte.

Kurz darauf rückte all das aber dann komplett in den Hintergrund, als Felix Heyder bei einem normalen Zweikampf so unglücklich mit seinem Gegenspieler kollidierte, dass er sich das komplette Knie ausrenkte. Eine endgültige Diagnose steht wohl noch aus, aber nach den ersten Eindrücken ist wohl die Patellasehne gerissen und auch Meniskus und Bänder in Mitleidenschaft gezogen...

Nach der 30-minütigen Unterbrechung wegen des Rettungswageneinsatzes pfiff SR Reich das Spiel wieder an, aber man merkte dem TSV den Schock an. Das schöne Kombinationsspiel war abgerissen und man versuchte es hauptsächlich mit Einzelaktionen, bekam dafür aber dann regelmäßig auf die Socken. So dauerte es dann auch bis zur 32. Minute, bis wieder etwas Nennenswertes passierte. Suljkanovic spielte einen Traumpass in die Gasse auf den gestarteten Sussner, dieser legte an den zweiten Pfosten zu Zimmermann T., der nur noch zum 3:0 einzuschieben brauchte. Großer Jubel kam verständlicherweise aber nicht auf, zu tief saß der Schock noch. In der Folge hatte dann auch nur noch Suljkanovic einmal eine Gelegenheit, als er kurz vor der Halbzeit den Torhüter umkurvte, aber nur das Außennetz traf.
Nach dem Wechsel wurde das Spiel nicht besser. Der TSV musste nicht mehr und bekam den Kopf auch nicht mehr frei, der Gast war schlicht zu limitiert, um Gefahr auszustrahlen. Den einzigen "Torschuss" verzeichnete nach einer knappen Stunde der eingewechselte Bätz, der aber 5 Meter neben das Gehäuse ging. So plätscherte das Spiel vor sich hin und man hoffte, dass es bald vorbei sei, da man in Gedanken sowieso im Krankenhaus bei Heyder war. Dennoch hatte man doch noch zwei Großchancen. Zunächst setzte sich Ohland in seiner unnachahmlichen Art auf der rechten Seite durch und bediente in der Mitte Brunner, der aber zunächst an der Latte und dann an Emrich scheiterte. Und die letzte Möglichkeit hatte dann in der 82. Minute Kistner, als er vollkommen alleine auf Emrich zulief, sich aber etwas abdrängen ließ und dann scheiterte.
So endete das einseitige Spiel "nur" 3:0, aber das interessierte niemanden. Man kann nur hoffen, dass bis morgen die Köpfe wieder frei sind, wenn man die 2. Mannschaft des FC Oberhaid empfängt, mit denen man sich letzte Saison schon zwei spannende Spiele lieferte.
Zum Abschluss auch nochmal auf diesem Wege: Felix, gute Besserung!! Wir sind bei dir!!

SV Würgau 2 - TSV 2 0:3

Zum zweiten Auswärtsspiel der Saison reiste der TSV zum bisher ungeschlagenen SV Würgau. Aufgrund dieser Tatsache war klar, dass unbedingt eine konzentrierte Leistung vonnöten sein wird, um etwas mitzunehmen. Zu Beginn spielte man aus einer kontrollierten Defensive und fing so die meist langen Bälle auf die schnellen Würgauer Angreifer ab. Dennoch hatte die erste Möglichkeit die Heimmannschaft in der 13. Minute, als der TSV den Ball verlor und dem enteilten Wudi nicht folgen konnte. Dieser legte quer auf Fritsche, der jedoch den Kasten verfehlte. Auch danach war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem der TSV mehr Ballbesitz, aber die halbwegs gefährlichen Aktionen aufseiten Würgaus zu notieren waren. Doch dann kam die 32. Minute. Krüger fing einen langen Ball ab und spielte Zimmermann M. Mitte der gegnerischen Hälfte an. Dieser legte zu Schaible, der noch einen Moment wartete und dann perfekt in den Lauf des durchgestarteten Krüger legte, der mit der ersten Chance direkt zum 1:0 verwandelte. In der folgenden Viertelstunde hatte der SVW dann dreimal die Möglichkeit auszugleichen. Zunächst scheiterte Wudi zweimal und kurz vor der Pause klärte Knoblach eben noch vor Teufel D. So ging es mit der knappen Führung in die Pause, nach der man mit wütenden Angriffen der Gastgeber rechnete. Dem war aber nicht so, der TSV nahm sich die Worte der Halbzeitansprache zu Herzen und wollte sofort den zweiten Treffer nachlegen, um den Widerstand zu brechen. So kam bereits in der 47. Minute Krüger nach einem Rosenzweig-Eckball mit dem Kopf an den Ball, verfehlte aber knapp. Die nächste Möglichkeit hatte dann in der 49. Naszkowski, als er von Zimmermann T. geschickt wurde, aber an Düthorn A. scheiterte. Der Knackpunkt des Spiels war dann in der 57. Minute, als der bereits verwarnte Düthorn F. Kistner nur noch per Foul stoppen konnte und richtigerweise von SR Schneider zum Duschen geschickt wurde. Zwar hatte Würgau in der 61. zwar durch Teufel D. nochmals die Chance zum Ausgleich, als er wiederum an Knoblach scheiterte, aber danach spielte nur der TSV. Die Belohnung holte man sich dann direkt in der 63. Minute, als Rosenzweig seinen Gegenspieler einfach überlief und eiskalt ins kurze Eck zum vorentscheidenden 2:0 traf. In der 72. testete dann Kistner Düthorn A. aus der Entfernung und nur eine Minute später scheiterte der Schammelsdorfer Düthorn N. nach einem Solo mit seinem Lupfer am stehengebliebenen Keeper. In der 78. erhöhte Schammelsdorf dann aber doch nochmals. Suljkanovic spielte auf Zimmermann T., der mit der Hacke direkt wieder in den Lauf von Suljkanovic legte, der dann überlegt zum 3:0 einschob. Und so endete das Spiel dann auch. Mit einer solchen Einstellung und Leistung kann man in den beiden folgenden Heimspielen gegen Reichmannsdorf 2 am Donnerstag und Oberhaid 2 am Sonntag durchaus mit etwas rechnen. Lässt man aber nur ein wenig nach, werden diese Spiele harte Arbeit.

TSV 2 - ASV Sassanfahrt 2 5:2

Chancenwucher par excellence

Zum zweiten Heimspiel der Saison empfing der TSV den Gast aus Sassanfahrt. Natürlich wollte man die mäßige Leistung der Vorwoche wiedergutmachen und erwartete auch ein anderes Kaliber als vor Wochenfrist. Dies bewahrheitete sich ab Minute eins. Sofort übernahm der TSV das Spiel und konnte nach ein paar Halbchancen in der 10. Minute in Führung gehen. Zimmermann M. bekam im Mittelfeld den Ball und spielte einen überragenden Pass in die Gasse auf den gestarteten Ray, der Staudigel keine Abwehrmöglichkeit ließ. Nur wenige Minuten später hatte wiederum Ray die Gelegenheit zu erhöhen, als er von Naszkowski gefunden wurde, freistehend aber eher klärte als abzuschließen. In der 20. scheiterten dann innerhalb einer Minute erst Ray, dann Naszkowski an Staudigel. In der 31. überwand man diesen dann doch, wurde aber aufgrund einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. In der 35. war es dann aber doch so weit. Wieder schloss Ray ab, scheiterte aber noch an Staudigel, der Abpraller kam jedoch zu Kistner, der zum 2:0 vollendete. Jetzt konnte man etwas beruhigter sein, da vom Gast bis dahin keinerlei Gefahr ausging. Dies änderte der TSV aber in der 43. Minute selbst, als man im eigenen Strafraum den Ball vertändelte und Khatibzada zum Anschlusstreffer ins lange Eck schlenzte. Wenigstens zeigte die Heimmannschaft sofort eine Reaktion, denn schon in der nächsten Situation wurde der alte Abstand wiederhergestellt. Dieses Mal bediente Ray Naszkowski mit einem ebenso überragenden Pass in die Gasse, wie er ihn zum 1:0 bekam. Dieser umspielte Staudigel und netzte zum 3:1 ein. Direkt nach Wiederanpfiff hatte Kistner die Riesenchance weiter zu erhöhen, als er vollkommen allein vor dem Tor zu lang zögerte und dann den Ball mit der Hacke neben das Tor setzte. Nach zahlreich vergebenen Möglichkeiten der Hausherren kam der Gast in der 56. wieder zum Anschluss wie die Jungfrau zum Kinde. Ein langer Ball wurde verschätzt, Maier machte einen Haken und jagte den Ball unhaltbar für Knoblach unter die Latte. Was dann in der Folge passierte, ist auch einen Tag später immer noch unerklärlich. Nahezu im Minutentakt vergab Schammelsdorf Hochkaräter. In der 60. scheiterte der gerade eingewechselte Zimmermann T., in der 61. erst Naszkowski, dann Kistner und letztlich in der 62. wieder Zimmermann T. am inzwischen warmgeschossenen Staudigel. Nach einigen vergebenen Abschlüssen hatte der TSV dann in der 71. auch noch Pech. Düthorn flankte an den langen Pfosten, Naszkowski köpfte, traf aber nur den Pfosten. Der Abpraller kam zu Brunner, aber auch er brachte den Ball nicht über die Linie. Als dann in den folgenden Minuten auch klarste Möglichkeiten liegengelassen wurden, machte man sich langsam wirklich Gedanken, ob sich das nicht noch rächen würde. Diese Furcht hielt sich dann bis kurz vor Schluss, bis Schirner in der 88. Minute das erlösende 4:2 erzielte, nach dem er von Naszkowski bedient wurde. Den Schlusspunkt setzte dann in der 90. Brunner, als er von Schaible bedient wurde.
So siegte man letztlich doch noch deutlich. Die spielerische Leistung war durchaus ansprechend, kreierte man ja zahlreiche Chancen, jedoch die Auswertung dieser ließ sehr zu wünschen übrig. In Sachen Effektivität kann man sich eine Scheibe beim Gegner abschneiden, die aus 2 Halbchancen zwei Treffer erzielten. Gegen andere Gegner kann man sich nicht leisten, solche Möglichkeiten liegen zu lassen. Dementsprechend vergab man an diesem Tag die Möglichkeit gehörig etwas für das Torverhältnis zu machen und geht mit gemischten Gefühlen in das spielfreie Wochenende.

SV Eintracht Ober-/Unterharnsbach 2 - TSV 2 4:0

Zum ersten Auswärtsspiel der Saison reiste der TSV nach Harnsbach. DIe Ergebnisse der Vorwoche ließen schon erahnen, dass man dort auf eine ganz andere Qualität als in der Vorwoche treffen würde. Und dies bewahrheitete sich auch. Von Beginn an übernahm der Gastgeber das Kommando und ließ den TSV überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Auf dem kleinen Hauptplatz in Harnsbach funktionierte deren Verschieben hervorragend, was durch das zu langsame Aufbauspiel des TSV noch erleichtert wurde. Den ersten Treffer markierte dann auch die Heimmannschaft per Elfmeter nach fünf Minuten, wobei das Foul ungeschickt und völlig unnötig war. Martin ließ sich die Chance nicht nehmen und versenkte eiskalt zur Führung. In der Folge vergab allein Betz eine Hand voll Chancen, die durch die horrende Fehlpassquote der Schammelsdorfer entstanden. Der Gast kam zu keinerlei nennenswerten Gelegenheiten, weil sie immer wieder zugestellt wurden, oder wenn man sich doch mal halbwegs befreien konnte, den Ball direkt wieder dem Gegner in den Fuß spielte. So war der zweite Treffer nur eine Frage der Zeit. In der 42. Minute war es dann so weit. Wieder spielten die Schammelsdorfer einen Katastrophenfehlpass. Ein Heimakteur schickte Bogensperger auf die Reise, der Knoblach keine Chance ließe. Erwähnt werden muss aber, dass der Torschütze aus sehr abseitsverdächtiger Position startete. Beinahe hätte man vor der Pause gar noch den dritten Gegentreffer bekommen, konnte sich aber bei Knoblach bedanken, der gegen Betz hielt. Nach einer berechtigten Standpauke in der Halbzeit ging man motiviert in den zweiten Abschnitt. In der 47. Minute kam man dann auch zur ersten richtigen Möglichkeit. Schaible bediente Zimmermann T., der jedoch über das Gehäuse schoss. Darauf hätte man aufbauen können, aber nur zwei Minuten später hingen alle Köpfe endgültig. Winkler wurde auf der linken Defensivseite von seinem Gegenspieler einfach umgerissen. Der fällige Pfiff blieb aus und so wurde in der Mitte Schiller bedient, der zum 3:0 vollendete. Das war der Beginn einer Reihe unfassbarer Entscheidungen seitens des Burgebracher "Unparteiischen" Haagen. Selbst klarste Fouls, bei denen man den Schlag sicherlich bis in seine Heimat hörte, wurden durchgewunken, auf der anderen Seite wurde aber jeder Kontakt zurückgepfiffen. Der vorläufige Höhepunkt dann in der 55. Minute. Wieder ein langer Ball nach vorne, der Harnsbacher nahm den Ball in Volleyballmanier mit beiden Armen mit und kann vorerst allein auf den Kasten zugehen, ohne zurückgepfiffen zu werden. Als dann Düthorn den Stürmer noch einholte, gab Haagen vorsichtshalber mal Freistoß, damit die Heimmannschaft nur in Ballbesitz bleibt. Zu allem Überfluss gab er Düthorn auch noch gelb. Den lächerlichen Freistoß zirkelte der eigens dafür eingewechselte Hübner dann über die Stelle der Mauer, die nicht mit hochsprang und bezwang so den dann chancenlosen Knoblach. Nächster negativer Höhepunkt war dann der nicht geahndete Ellbogenschlag eines Harnsbachers direkt vor den Augen Haagens, der in einer gebrochenen Nase Schirners endete. Aber für einen Foulpfiff reichte es gegen die weiß gekleideten Gastgeber nicht. In der Folge wechselte die Heimmannschaft und schaltete locker zwei Gänge zurück, so dass ab diesem Moment Schammelsdorf die Kontrolle übernehmen konnte. Trotzdem dauerte es bis zur 77. Minute, bis man gefährlich vor den Kasten kam. Schaible spielte einen Doppelpass mit Kistner und tauchte so allein vor Lamprecht auf. Dieser parierte den Abschluss jedoch. In der 80. hatte man dann sogar Glück, dass man keinen fünften Gegentreffer kassierte, als Düthorn auf der Linie klärte. Die letzte Möglichkeit hatte dann nochmal der TSV in der 82. Minute, als Zimmermann M. in der Mitte bedient wurde, aber ebenfalls an Lamprecht scheiterte.

So verlor man das Spiel - trotz der indiskutablen Schiedsrichterleistung in Halbzeit 2 - vollkommen berechtigt. Hoffentlich war das zur rechten Zeit ein Schuss vor den Bug, damit auch der Letzte kapiert, dass auch in dieser reinen Reserverunde Mannschaften dabei sind, die Qualität mitbringen und man mit solchen Leistungen nichts erbt.

TSV 2 - SC Kemmern 2 6:0

Starke erste Hälfte ebnet den Weg

Nach fünfjähriger Abstinenz empfing der TSV zum ersten Saisonspiel in der A4 die Gäste aus Kemmern. Da man diese Gruppe eben so lange nicht mehr erlebt hatte, wusste man nicht, wo man denn wirklich steht. So wollte man gleich von Beginn Druck aufbauen, um zu zeigen, was in der Mannschaft steckt. Und so hatte man bereits nach einer Minute die erste Chance, als Ray einen Kistner-Eckball knapp am Kasten vorbei köpfte. Keine 60 Sekunden später ging man auch direkt in Führung. Sauer erkämpfte auf der rechten Seite den Ball und legte in die Mitte auf Kistner, der Torhüter Leistner keinerlei Chance ließ und zum 1:0 verwandelte. In der 7. Minute verfehlte wieder Kistner nur knapp den Kasten mit seinem Fernschuss. In der 18. Minute fiel dann der nächste Treffer. Krüger fing den Angriffsversuch des Gastes ab und legte auf die rechte Seite zu Sauer. Dieser flankte präzise in die Mitte und fand dort wieder den mitgelaufenen Krüger, der volley vollendete. In der 25. Minute erhöhte der TSV dann auf 3:0, als Sauer einen vermeitlichen Patzer von Leistner nach Kistners Freistoß ausnutzte. "Vermeintlicher Fehler", weil sich in der Halbzeit herausstellte, dass sich der junge Torhüter in dieser Aktion ohne Fremdeinwrkung den Finger brach. An dieser Stelle nochmals gute Besserung! Dieses Handicap hinderte den Jungen aber nicht daran, zwei Minuten später einen gar nicht so unplatzierten Strafstoß von Krüger aus dem Eck zu fischen! Vorangegangen war ein klares Foul an Ray im Strafraum. Auf das 4:0 mussten die Heimakteure aber trotzdem nur noch fünf Minuten warten. Dieses Mal bediente Schaible den mitgelaufenen Kistner, der wieder eiskalt versenkte. In der 35. Minute hätte dieser sogar fast seinen dritten Treffer erzielt, jedoch klatschte sein Freistoß nur an die Latte. Dennoch sollte der TSV auch noch den fünften Treffer vor der Pause erzielen. Wieder brachte Sauer von der rechten Seite den Ball in die Mitte und dieses Mal fand er Schaible, der souverän einschob.
In der Pause wechselte der Gast dann gezwungermaßen den Torhüter. In der 50. Minute kam der bisher an diesem Tag komplett überforderte Gast zu seiner ersten Chance, allerdings unter kräftiger Mithilfe der TSV-Defensive. Jedoch schloss Specht zu überhastet ab und traf dementsprechend nicht. In der 54. Minute dann eine Schrecksekunde für den TSV. Der überragende Sauer setzte sich wieder über rechts durch, wurde überhart von einem Gästespieler zu Fall gebracht und verletzte sich an der Schulter. Warum es für diese Aktion nicht mal eine Verwarnung gab, weiß niemand genau. Sichtlich geschockt, machte der TSV jetzt weniger und kam nur noch über Einzelaktionen zu Chancen. So scheiterten in der 55. Schaible und in der 67. Minute Kistner nach Zimmermann T. Querpass am inzwischen im Tor stehenden Dorsch. In der 80. Minute traf dann Schaible nur die Latte, eine Minute später Ankenbrand nur den Pfosten. In der 83. Minute schaffte der TSV dann aber noch einen weiteren Treffer. Schaible spielte einen Querpass direkt in die Schnittstelle und fand dort den eingewechselten Freudensprung, der mit dem 6:0 seinen Premierentreffer für den TSV erzielte.
So gewann Schammelsdorf den Auftakt überaus souverän, besonders aufgrund der richtig starken ersten Hälfte. Wo man aber in dieser Gruppe wirklich steht, weiß man angesichts der anderen deutlichen Ergebnisse des Spieltages immer noch nicht wirklich. Dies wird sich aber am kommenden Spieltag schon eher weisen, wenn man nach Harnsbach reist.